Familien Action Nachmittag zu Ostern

von Maren Bertram

Was haben Schoko-Osterhasen-Schokoei-Boules, Osterbild-Eltern-Kind-Wettmalen, Schokoosterei-Körbchen-Zielwurf; Eierlauf-Parcours, und Wortspiele mit den Buchstaben “Ei“ mit uns als Gemeinde zu tun?

Wer am 14. März 2015 durch den großen Flur unseres Gemeindehauseinganges laufen wollte, erlebte ein heiteres Gewussel aus Eltern, Großeltern und Kinder. Begrüßungszeit, nennt sich das Gewusel, in der alle „auftauen und ankommen“ können, bevor der eigentliche Familien-Action -Nachmittag startet und Pastor Jens Bertram mit seinem 20 Mitarbeiter/innen starken Team die Absperrbänder zum großen Gottesdienstsaal hin öffnet. Denn nun geht der große Kreativteil des Familien-Action -Nachmittags los, den Kinder eigentlich nur bewusst in Begleitung von (Groß-) Eltern besuchen sollten, da es uns wichtig ist, Eltern und Kindern positive gemeinsame Zeit zu ermöglichen.

So strömen 60 Teilnehmer in den zu 11 (!) verschiedenen Bastelaktion-Stationen umgebauten Gottesdienstsaal und basteln dort unter anderem PomPom Häschen, Stoff-Flicken – oder Papier-Osterkörbchen, Stempel, Kreuz-Transparent-Fensterbilder, Fadenosterluftballonwickeleier, steckten Korken und Perlen zu wunderschönen Korkkreuzen zusammen,  konnten sich im philippinischen Stockkampf üben, Ostereieranhänger ausschneiden, Nagelkreuze mit edler Perlendrähten umwickeln oder einen Ostergarten bauen.

Ostergarten? Erde, Pflanzen und Ostereier darin? Weit gefehlt !

Mit Gartenschaufeln schaufeln die Kinder einen Hügel auf ihren großen Teller, machen eine Höhle in die Erde, schnippeln mit der Gartenschere von großen Ästen Zweige ab und binden daraus ein Kreuz, das auf den Erdhügel gestellt wird. Grassamen werden auf die Erde gestreut. Bis zu Ostern soll der Hügel grün sein. Grün, wie die Hoffnung, die Gott mit Ostern jedem schenken mag.

Der Ostergarten soll erinnern, an das, was Gott an Ostern für uns tat. Jesu Tod am Kreuz, das Höhlengrab und der Stein, den die Kinder im Aussenbereich des Gemeindehauses finden durften zeigt anschaulich, dass das Grab am Ostersonntag leer und Jesu auferstanden war.

Nach 75 Minuten ist das inspirierende Basteln vorbei. Alle versammeln sich unterm Dach des Gemeindehauses, wo Pastor Jens Bertram ( selbst auch FeG Pfadfinder-Stammesführer), anhand verschiedenster Illusionen anschaulich, spielerisch und verblüffend zeigt, dass Ostern bedeutet, dass Gott unsere Schuld durch den Tod Jesu am Kreuz wegnimmt und die Trennung zwischen uns und Gott damit aufhebt. Gemeinsames Singen moderner christlicher Songs machen die Stimmung fröhlich und lassen die Osterfreude im Andachtsteil nicht nur kognitiv verstehen sondern auch emotional begreifbar werden.

Der Nachmittag schließt nach 2 Stunden mit einem gemeinsamen Snack. Ein Küchen-und Versorgungsteam hat Kuchen, Pizzaschnecken, Schokolade und Getränke für die Actionfreudigen bereitgestellt, während in der Andachtszeit die Action-Mitarbeiter den Gottesdienstraum zum Begegnungsraum mit Tischgruppen umgebaut hatten, so dass in entspannter Atmosphäre nun Zeit für Gespräche war und der Actionnachmittag nachhallen konnte.

So gehen nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die Mitarbeiter, die wirklich einiges geleistet und viel Ideen und Energie in den Nachmittag gesteckt haben, erfüllt nach Hause.

Und es bleibt der Eindruck, wie viel Potential ein solcher, doch vielleicht zunächst „einfach“ anmutender Familien-Action-Nachmittag doch hat, um Menschen übergreifender Generationen mit der Guten Botschaft Gottes zu erreichen.